Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nach Überprüfung der Vertragsstrafe durch das Anhörungsgremium (nach schweizerischem Recht) seine spätere Kontrolle durch eine ausländische Gerichtsbarkeit (z. B. wenn ein Spieler eine Prämie gegen seinen Club erzwingen will, oder umgekehrt nach dem NYC) auf die oben genannte relativ enge Ausnahme “gegen das gemeinwohl” beschränkt wird.58 57. Ein solches Szenario entstand, wenn auch nicht im Zusammenhang mit einem Fußball-Arbeitskampf (oder dem zugrunde liegenden CAS-Award), vor dem ägyptischen Berufungsgericht im Fall Ahmed Mostapha Shawky gegen Andersen Worldwide & Wahid El Din Abdel Ghaffar Megahed & Emad Hafez Ragheb & Nabil Istanboly Akram Istanboly / 25/116. In diesem Fall wurde ein Schiedsspruch in Genf (Schweiz) mit 8% Zinsen vergeben (es ist nicht klar, auf welcher Grundlage diese Zinsen gewährt wurden, d. h. auf vertraglicher Basis oder einer anderen Befugnis zur Gewährung der Zinszahlung). Dies wurde als Verstoß gegen Artikel 226 des ägyptischen Bürgerlichen Gesetzbuches angesehen, der eine Verzinsung von höchstens 4 % vorsah. Diese 4 %-Grenze wurde als auf der öffentlichen Ordnung beruhend erdend, so dass das Interesse an Überschreitungen nicht durchgesetzt werden konnte. Damit wurde der Zinssatz im Rahmen der Schweizer Prämie von 8% auf 4% gesenkt.

16. Das DRK erinnerte daran, dass Artikel 9 des Vertrags vorsieht, dass der Beschwerdegegner, wenn er beschließt, den Arbeitsvertrag “nicht aus einem gerechten Grund” zu kündigen, den verbleibenden Vertragswert für die Kündigungssaison zahlt, während er, wenn der Kläger beschließt, einen solchen Vertrag unter den gleichen Bedingungen zu kündigen, dem Beschwerdegegner 2.000.000 USD schulden würde. Insoweit haben die Mitglieder der Kammer darauf hingewiesen, dass die betreffende Klausel gegen den allgemeinen Grundsatz der Verhältnismäßigkeit und den Grundsatz der Gleichbehandlung der Parteien verstoße, da sie der Beschwerdegegnerin nur ohne entsprechende Vergütung oder analoges Recht zugunsten des Klägers vorteile. Darüber hinaus hat die Kammer in Beantwortung des diesbezüglichen Vorbringens der Beschwerdegegnerin hervorgehoben, dass die Wahrung der Vertragsfreiheit in keiner Weise zum Nachteil des Grundsatzes einer angemessenen Neuaufteilung der Rechte der Parteien angewandt werden könne.

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